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Solaranlagen – Grüne Energie für das eigene Haus

Solaranlage auf dem Dach für Grünen Strom

Lesezeit: 8 Minuten

Solaranlagen – für Ihre Immobilie

Da in den letzten Jahren der Ölpreis und damit auch die Energiekosten erheblich gestiegen sind und dieser Trend sich in den nächsten Jahren voraussichtlich stetig fortsetzen wird, spielen viele Hausbesitzer mit dem Gedanken, sich eine günstigere Alternative zu suchen. Solaranlagen sind dabei vor allem bei Hausbesitzern sehr beliebt und immer mehr Kunden wollen sich somit von den steigenden Preisen befreien.

Solaranlagen auf dem Dach

Schon vor einigen Jahren erschienen mehr und mehr Solaranlagen auf den Dächern von Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden. Seit der Energiewende hat sich dieser Trend sogar noch verstärkt. Solaranlagen sind in. Dafür sprechen mehrere gute Gründe.

In den meisten Fällen können solche Anlagen den Energiebedarf zu ca. 50 % decken, seltener auch mehr. Schließlich sollte man sich noch die Frage stellen, in welche Energieform die Sonnenenergie eigentlich umgewandelt werden soll.

Die Kraft der Sonne effizienter nutzen

Die Sonne strotzt vor Kraft und birgt damit ein enormes Potenzial für die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Angesichts hoher Energiepreise sollten Sie sich keine Chance entgehen lassen, mit der Sie Ihre Ausgaben senken können. Als Gebäudebesitzer können Sie mit einer thermischen Solar- oder einer Photovoltaikanlage diese nie versiegende Energie Quelle zu Ihrem finanziellen Vorteil abschöpfen.

Mit der Sonne Strom erzeugen oder heizen

Sonnenenergie bietet für Privatleute primär zwei Möglichkeiten an: Zum einen die Photovoltaikanlagen und zum anderen günstige thermische Solaranlagen.

  • Mit Photovoltaikanlagen auf Immobilien können Sie als Besitzer selbst Strom produzieren. Sie können sich dann entscheiden, ob Sie diesen in das allgemeine Netz einspeisen oder ihn selbst verbrauchen wollen.

Diese sind etwas teurer in ihrer Anschaffung und wandeln die Energie der Photonen in elektrische Energie um, welche dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Laut dem im Jahre 2000 in Kraft getretenen „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ sind die Energiekonzerne dazu verpflichtet, dem Hausbesitzer diesen Strom zu einem Festpreis abzukaufen.

  • Alternativ können Sie in thermische Solaranlagen investieren. Hier werden die Sonnenstrahlen nicht in Strom umgewandelt, sondern zur Warmwasserzubereitung sowie zum Heizen Ihres Gebäudes verwandt.

Günstige thermische Solaranlagen hingegen unterstützen direkt den eigenen Heizkreislauf. Dabei wird in den Anlagen Wasser über die Sonnenenergie erhitzt und entweder zur Wassererwärmung im Haus oder gleich für die interne Heizung verwendet. Dadurch lassen sich durchschnittlich in einem Vier-Personen-Haushalt jährlich 700,00 € einsparen, abhängig von Fläche und Verbrauch. Und bei steigenden Preisen für Gas und Öl in den folgenden Jahren natürlich wesentlich mehr.

Sie werden damit zwar nicht Ihren gesamten jährlichen Energiebedarf in diesen beiden Bereichen decken können, aber zumindest einen Teil. Auf Ihrer nächsten Nebenkostenabrechnung wird sich die Installation einer solchen Anlage deutlich bemerkbar machen.

Warum sollten Sie eine private Solaranlage installieren?

Die Politik der Energiewende wurde beschlossen, um die Nachhaltigkeit der Energiegewinnung zu garantieren. Ein Bestandteil davon sind tausende private Solaranlagen, die Strom nicht nur für den Eigenbedarf erzeugen, sondern auch ins öffentliche Netz einspeisen. Damit tragen sie nicht nur zur Senkung der Umweltbelastung bei, weil der Solarstrom sauber ist und keine Emissionen verursacht, sondern Sie tun auch Ihrem eigenen Geldbeutel Gutes.

Langfristig steigen die Strompreise für Privatkunden immer weiter an und eine Solaranlage zur Energiegewinnung hilft dabei, Kosten zu sparen. Das ist auch potenziellen Käufern Ihrer Immobilie bewusst. Durch die Installation einer Solaranlage steigt der Wert Ihres Hauses beträchtlich an.

Privat Solaranlagen am Haus
Privat Solaranlagen am Haus

Die Solaranlage richtig planen

Doch bevor man sich entschließt, eine Solaranlage für seine eigenen vier Wände zu installieren, gilt es einige Dinge zu beachten. Zuerst ist es notwendig bautechnische Aspekte zu überprüfen, d.h. es muss überprüft werden, ob ich eine solche Anlage überhaupt errichten darf und kann.

In einigen Regionen Deutschlands herrschen strickte Regelungen, in welchem Maße sie eine solche Anlage bauen dürfen, weshalb man sich unbedingt vorher beim örtlichen Verwaltungsamt informieren sollte. Zum anderen muss eine solche Solaranlage wirtschaftlich sinnvoll sein, was bedeutet, dass die Ausrichtung Ihres Hauses und die zur Verfügung stehende Fläche ausreichen muss, damit eine entsprechend lohnende Menge an Energie erzeugt werden kann.

Die Informationen, die Sie im Internet über Nachhaltigkeit und Solaranlagen erhalten, sind nur allgemeiner Natur. Sie sollten sich unbedingt von einem Fachmann persönlich beraten lassen. Er wird Ihr Haus und den Standort inspizieren und Ihnen empfehlen, welche Anlage sich am besten eignet.

Es kommt beispielsweise auf die Ausrichtung und den Neigungswinkel des Daches an. Moderne Anlagen können auch bei weniger optimalen Bedingungen, wie beispielsweise bei teilweiser Beschattung, Strom liefern.

Mehr als für den Eigenbedarf – Einspeisungsvergütung erhalten

Falls Sie bei der Energiegewinnung nicht nur Strom für den Eigenbedarf erzeugen wollen, sondern auch eine Einspeisungsvergütung für die Lieferung von Strom ins öffentliche Netz erhalten wollen, dürfen Sie die Anlage nicht selbst installieren, sondern müssen das einem geprüften Experten überlassen. Dafür erhalten Sie 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisungsvergütung für jede gelieferte Kilowattstunde.

Die Solaranlage: Machen Sie sich die Sonnenwärme zunutze!

Viele Privathaushalte denken immer noch, dass Solarenergie nur etwas für große Unternehmen oder Investoren ist. Die Wahrheit ist aber, dass jeder Haushalt, der auf dem Dach oder auf einem freien Feld eine Solarstation betreibt, merklich dazu beiträgt, das Energiesystem zu entlasten.

Dabei rechnen sich die Kosten für die Anschaffung und Installation einer solchen Anlage bereits nach wenigen Jahren. Und die zukunftsträchtige Technik wird sogar von Bund und Ländern subventioniert, auch wenn sie nicht im großen Stil wie bei einem Konzern oder Unternehmen angewendet wird. Es kann daher wirklich lohnenswert, sich selbst Solaranlagen anzuschaffen.

Ein Berater der führenden Unternehmen für die Produktion von Solarsystemen kann bei dieser Frage behilflich sein. Ob und wie sich die Installation dieser erneuerbaren Energieform eignet, hängt dabei von Faktoren wie Standort, Klima und den eigenen Gewohnheiten ab.

Nachteile der umweltschonender Energiegewinnung

Bei einer Photovoltaikanlage denkt man als erstes an die saubere Erzeugung von Strom. Allerdings haben auch diese Anlagen Nachteile.

Nicht immer scheint die Sonne

Da Solaranlagen ihre Energie aus der Sonne beziehen, ist es oft der Fall, dass diese nicht zur Verfügung steht. In der Nacht, oder an bewölkten Tagen, kann keine Energie hergestellt werden. Deshalb werden im Rahmen von Photovoltaikanlagen, immer Energiespeicher eingesetzt. So ist es möglich, auch in der Nacht oder an verregneten Tagen, Strom zu nutzen.

Eines der größten Probleme ist das der Jahreszeitenabhängigkeit. Im Winter, wenn fast keine Sonne vorhanden ist, verbraucht man den meisten Strom. Im Sommer, wenn genug Sonne vorhanden ist, benötigt man fast keine Energie. Um diese Ungleichheit zu regulieren, benötigt man komplexe Speicher, die mit Wasserstoffelementen arbeiten. Je mehr Speicher man benötigt, desto höher sind die Anschaffungskosten.

Das Problem der Speicherung

Die Schwierigkeit dabei liegt nicht in den Problemen bei der Förderung des Ökostroms, sondern bei der Speicherung der gewonnen Energie. Diese kann bislang nur in die Netze eingespeist werden. Alles was nicht gebraucht wird, geht verloren da es nicht gespeichert werden kann. Ließe sich dies ändern, wäre die gesamte Technologie schon jetzt viele Schritte weiter als sie dies tatsächlich aktuell ist.

Die Energiespeicher sind zwar vorhanden, allerdings können die Reserven nicht auf Schwankungen im Verbrauch reagieren. Sollte der Verbraucher ungewohnt viel Energie verbrauchen, kann der Speicher nicht mehr hergeben als vorhanden ist.

Probleme der Kosten und der Umweltfreundlichkeit

Solaranlagen sind umweltfreundlich, allerdings nicht zu hundert Prozent. Die Energiegewinnung der Photovoltaikanlagen ist zwar vollkommen emissionsfrei, allerdings benötigt man bei der Herstellung der Anlagen eine erhebliche Menge an Strom, Wasser und chemischen Substanzen.

Damit eine Photovoltaikanlage der Umwelt wieder die Mengen an Energie zurückgibt, die sie ihr bei ihrer Herstellung genommen hat, muss sie etwa zwei bis drei Jahre in Betrieb sein.

Erst nach dieser Zeit wird die Anlage umweltfreundlich. Allerdings ist das kein großer Nachteil, denn moderne Anlagen leben im Schnitt dreißig Jahre. Deshalb ist der Nutzen für die Natur um ein Vielfaches größer als der Verlust bei der Herstellung.

Hohe Kosten von Sonnenenergie

Ein weiterer Nachteil, sind die momentan noch hohen Kosten von Sonnenenergie. Im Vergleich zu Wasserkraftwerken, Windenergie und herkömmlichen Kraftwerken, kostet die Kilowattstunde der Sonnenenergie dem Verbraucher deutlich mehr. Allerdings kann dem einzelnen Verbraucher dieser Nachteil auch zum Vorteil werden. Wer sich das Eigenheim mit eigenen Photovoltaikanlagen bestückt und so den eigenen Strom generiert, kann die nicht verbrauchte Energie ins Stromnetz speisen. Die nicht gebrauchten Kilowattstunden werden dann ebenfalls vergütet. Dieser Kostenunterschied wird sich allerdings innerhalb der nächsten Jahre ändern.

Geplant ist, das sich das Preisniveau der Sonnenenergie an die restlichen Energiegewinnungsarten anpasst.  Es gibt zahlreiche Firmen und Konzerne, die darum bemüht sich Sonnenenergie noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestallten.

Doch der Aufwand lohnt sich

Für Privathaushalte ist es dennoch eine gute Idee, sich über den Bau solcher Solaranlagen auf dem Hausdach Gedanken gemacht. Dabei ist es egal, ob es sich um Spitzdächer oder Flachdächer handelt. Die Anlagen sind in unterschiedlicher Größe verfügbar und selbst ohne entsprechend hohe Fördermittel machen sie sich in 10 bis 15 Jahren nach der Anschaffung bezahlt. Hier hilft auch eine Beratung durch einen Energieberater, denn der gibt wichtige Tipps und Hinweise zum Verfahren, zu den Kosten und zum Einsparpotenzial.

Die Installation einer Solaranlage müssen Sie als eine Investition in Ihre Immobilie betrachten. Zwar sind die Anschaffungskosten beträchtlich, sie amortisieren sich jedoch rasch, nicht nur, weil Sie Stromkosten sparen, sondern auch den Wert Ihres Hauses erhöhen. Solaranlagen liefern über viele Jahre kostenlosen und sauberen Strom und leisten damit zusätzlich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Energieversorgung und zur Eindämmung des Treibhauseffekts.

Allgemein Solarmodule auf den Hausdächern sind zum Beispiel in Bayern besonders beliebt, denn hier scheint im Bundesvergleich am meisten die Sonne.

Viele Sonnenstunden bedeutet viel Energieproduktion aus der Sonne.

Wohnen Sie in einer sonnenreichen Gegend, sollten Sie den Bayern folgen.

Das ist trotz aller Kritik auch in Deutschland gegeben, auch wenn hier nicht an 365 Tagen im Jahr die Sonne kraftvoll vom Himmel strahlt. Hauptsache es finden sich Lösungen, nie mehr auf Atomenergie zurückgreifen zu müssen, sondern den Ökostrom sicher zu gewinnen und sicher verwenden zu können.

Staatliche Förderung garantiert Rendite

Da erneuerbare Energien wie Photovoltaik und thermische Solarenergie heute noch nicht wirtschaftlich betrieben werden können, unterstützt der Staat diese aus umweltpolitischen Motiven finanziell. Diese Fördermaßnahmen gewährleisten, dass sich Ihre Investition lohnt.

  1. Bei Photovoltaik können Sie für jede in das allgemeine Netz eingespeiste Kilowattstunde eine feste Vergütung weit über dem Marktniveau einplanen. Verhandeln müssen Sie hierfür mit Ihrem Netzbetreiber nicht, er ist zur Abnahme gesetzlich verpflichtet.
  2. Zudem stellt die öffentlich-rechtliche Kreditanstalt für Wiederaufbau günstige Finanzierungen bereit. Solch preiswerte Kredite können Sie auch beantragen, wenn Sie eine thermische Solaranlage installieren.
  3. Für eine weitere Förderung in Form von Zuschüssen müssen Sie sich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wenden.

Mittlerweile ist Solarenergie nicht mehr ganz so beliebt, denn die Bundesregierung hat die Fördermittel dafür etwas reduziert. Während sich der Bau solcher Anlagen auf dem Dach also offenkundig nicht mehr sofort rentiert, sondern erst nach vielen Jahren erste Gewinne mit sich bringt ist es trotzdem für Privatpersonen eine gute Möglichkeit, ihren Strom selbst zu produzieren und sich damit langfristig von den Ausgaben für Ökostrom zu befreien.

Dieser wird derweil immer teurer, wenngleich mehr und mehr Windkraftwerke und Wasserkraftwerke gebaut werden. Noch ist das Ende der Kostenspirale nicht erreicht, denn erst bis frühestens zum Jahr 2020 soll es möglich sein, Deutschland komplett von erzeugter Ökoenergie zu versorgen.

Am besten konsultieren Sie zuvor einen Energieberater: Die Höhe der staatlichen Zulagen hängt von diversen Faktoren ab.

Fazit

Erneuerbare Energien können Sie als Besitzer eines Gebäudes nutzen, um dauerhaft Ihre Nebenkosten zu senken oder zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Thermische Solaranlagen sorgen dafür, dass sich Ihr Energiebedarf für die Warmwasserzubereitung sowie das Heizen verringert. Mit einer Photovoltaikanlage erzeugen Sie dagegen Strom, welcher Ihr Netzbetreiber mit einem hohen Satz vergüten muss. Zusätzliche Förderungen wie zinsgünstige Kredite und Zulagen erhöhen die Rendite. Außerdem werfen Kapitalanlagen in erneuerbare Energien zusätzlich Geld ab.

Written by Oeko-Trends.de

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